Thomas Vogel

Profil

Der im Januar 1972 geborene FDP-Politiker ist seit 15 Jahren Mitglied des Zürcher Kantonsrates. 2008 übernahm er das Präsidium der FDP-Kantonsratsfraktion. Er absolvierte an der Universität Zürich ein Studium der Rechtswissenschaften, das er mit dem Lizentiat abschloss. Er ist seit 2001 als Mitglied der Geschäftsleitung des Bezirksgerichts Zürich tätig. Thomas Vogel ist verheiratet mit Caroline Boesch Vogel. Am 4. Oktober 2018 wurde er von den Delegierten der FDP des Kantons Zürich, neben Carmen Walker Späh als Regierungsratskandidat bestimmt .

Führungsaufgabe am grössten Schweizer Gericht
Dem Bezirksgericht Zürich – mit über 370 Mitarbeitenden das grösste Schweizer Gericht – wird für seine Rechtsprechung Anerkennung und Respekt gezollt, weit über den Kanton Zürich hinaus. Dazu trägt auch Thomas Vogel wesentlich bei. Gerichte sind sehr komplexe Gebilde. Die Führungsaufgaben sind identisch mit einer Managementfunktion in einem mittelgrossen Unternehmen. Sie erfordern analyt isches Denken, eine rasche Auffassungsgabe, Entscheidungsfreudigkeit , ziel- und lösungsorientiertes Handel, vorallem aber die Fähigkeit, die Mitarbeitenden für ihre Arbeit in der Rechtspflege zu begeistern. Als langjähriges Mitglied der Gerichtsleitung hat Thomas Vogel diese Führungsqualitäten. Denn er ist nicht nur mitverantwortlich für die Führung des Gerichts, sondern im Speziellen zuständig für administrative und personelle Bereiche der Gerichtsorganisation und für die Sicherheit . Als Mitglied eines Führungsgremiums ist er zudem ein geübter Teamplayer, er vermag gleichermassen zu überzeugen und zu motivieren. Beruflich ist Thomas Vogel über all die Jahre dem Staat treu geblieben, weshalb „Staatsdiener“ zu sein für ihn eine Ehrenbezeichnung ist. Mit diesem Verständnis, dem Kanton Zürich als Regierungsrat zu „dienen“, kandidiert er zusammen mit Carmen Walker Späh für die FDP des Kantons Zürich für die am 24. März 2019 statt findenden Regierungsratswahlen.

Wirken an den Schnittstellen
Thomas Vogel hat massgeblich dazu beigetragen, dass im Kanton Zürich ein Justiz und Polizeizentrum gebaut wird und gleichzeitig das ganze Kasernenareal in Zürich für eine neue Nutzung frei wird . Er hat erwirkt , dass die kriminaltechnischen Abteilungen von Kapo und Stapo zusammengelegt wurden und so Synergien genutzt und erhebliche Kosten eingespart werden konnten. Als Fraktionspräsident besitzt er jenen Röntgenblick, der Schwachstellen im Kantonshaushalt oder in Regierungsvorlagen sofort erkennt. Mit dieser Fähigkeit hat er mitunter dafür gesorgt, dass die städtischen Arbeitsinspektorate aufgehoben und im kantonalen Inspektorat integriert werden, was einer einheitlichen Praxis dient. Thomas Vogel ist einer der wenigen Allrounder in der Zürcher Politik, dem dieses Prädikat auch vom politischen Gegner zuerkannt wird. Ihn interessieren Schnittstellen. Vorallem jene zwischen Behörden und Gesellschaft oder zwischen Politik und Wirtschaft. Deshalb wirkt er im Politischen Beirat der „Unternehmergruppe Wettbewerbsfähigkeit“ mit, dessen Vizepräsident er
ist. Um den Blick fürs Wesentliche zu wahren, ist ihm der direkte und rechtzeitige Dialog mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern wichtig, die von – aktuellen oder früheren – politischen Entscheiden betroffen sind. Der laufende Kontakt ist für ihn das beste Rezept gegen den oft polittypischen Tunnelblick.

Geschlossene Fraktion und freisinniger Aufschwung
Thomas Vogel darf ohne Zweifel als einer der Architekten bezeichnet werden, denen der Wieder-Aufschwung der FDP im Kanton Zürich zu verdanken ist. Unter seiner Führung agiert die FDP-Kantonsratsfraktion geschlossen, konzis und kollegial. Sie wirkt erfolgreich als Speerspitze der Partei und durfe bei den letzten Wahlen einen erdrutschartigen Sitzgewinn verbuchen. Thomas Vogel ist medial präsent und wegen seine Eloquenz und Sachkenntnis ein häufig gesuchter Gesprächspartner der Medien.

Freiwilligkeit als Maxime
Thomas Vogel ist überzeugt, dass freiwillige, ehrenamtliche Tätigkeit hilft, die Probleme der Welt besser zu verstehen und zu lösen. Weil er weiss, dass selber Handanlegen allemal erfolgversprechender ist als einen staatlichen Apparat in Bewegung zu setzen, arbeitet er ehrenamtlich in den privaten Stiftungsräten des Kinderspitals Zürich und der Zürcher Reha-Zentren mit sowie im Vorstand des ACS. Im Förderverein Zürich Jazz Orchestra macht er sich auch für eine Bereicherung des Kulturangebots stark.

Politiker aus Leidenschaft
Thomas Vogel hat schon in seiner Jugend den liberalen Virus in sich gespürt. Als knapp 20-Jähriger gründete er 1991 die Jungliberale Partei Illnau-Effretikon. Drei Jahre später wurde er in den Grossen Gemeinderat seiner Heimatgemeinde gewählt, den er 2001 auch präsidierte - als bis heute jüngster Politiker in der Gemeindegeschichte. 2003 erfolgte seine erstmalige Wahl in den Kantonsrat.

Thomas Vogel hat nicht nachgerechnet, an wie vielen Tagen er für die FDP im Einsatz stand. Nicht nur in Kommissionen, Ausschüssen und Komitess, auch direkt auf der Strasse, im Wahl- und Abstimmungskampf. In solchen Gesprächen macht er auch deutlich, dass es dem Kanton Zürich sehr gut geht, auch dank der FDP. In diesem "Gutgehen" sieht er aber die Gefahr, bequem zu werden. Trägheit, blosses Verwalten, darf nicht Einlass finden in die Regierungsarbeit. Ebenso darf "Regieren" nicht mit "Regulieren" verwechselt werden. Denn dadurch wir die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen, besonders die der KMU, allzu sehr eingeschränkt.

In die Zukunft blickt Thomas Vogel mit Zuversicht, ist sich aber den kommenden Herausforderungen bewusst. Bis in wenigen Jahren sollen weitere 300'000 Menschen im Kanton Zürich leben und arbeiten. Thomas Vogel weiss, dass dies mehr bedeutet als Wohnungen, Schulen, Spitäler, Arbeitsplätze und ÖV-Angebote zur Verfügung zu stellen. Erhalten und im Gleichgewicht gehalten werden muss ein soziales Gefüge, um das Funktionieren unseren Gemeinwesens sicherzustellen. Und es braucht eine kluge Abstimmung der Anliegen und Bedürfnisse unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen.

Thomas Vogel war in seiner Jugend ein ganz passabler Judoka. Wenn man ihn heute sieht, mag man schmunzeln. In der Politik hat er in der Zwischenzeit mit seiner Schlagfertigkeit, seinem Humor und seinen rhetorischen Fertigkeiten schon so manchen politischen Gegner auf die Matte gelegt. Wer ihn als Politiker erlebt, weiss, dass er offen und mit einer positiven Grundhaltung auf Menschen zugehen, gut zuhören und andere Meinungen akzeptieren kann. Besonders ungehalten kann er jedoch werden, wenn ideologisch verbohrt, rechthaberisch oder rassistisch gepöbelt wird. Als Regierungsratskandidat wird er nun im Wahlkampf auf vielen Plätzen anzutreffen sein. Und er wird seine Überzeugung, die er in den Regierungsrat einbringen will, erklären und im kollegialen Disput mit seinen Mitbewerbern verteidigen.

Wenn die Politik weit weg ist
In seiner Jugend verdiente Thomas Vogel sein "Sackgeld" nebenbei mit Jobs in der Silberkugel und während des ganzen Studiums arbeitete er nebenbei am Flughafen Kloten als Koordinator zwischen Crews und Flughafenpersonal. Ebenfalls nebenbei dirigierte er einen Jugendchor. Sein intensives politisches Engagement ist anstrengend, aber es stresst ihn nicht - weil es ihm Freude bereitet. Trotzdem braucht er Momente der Entspannung. Die findet er in erster Linie zusammen mit seiner Frau Caroline an Jazz-Konzerten oder anderen Kulturanlässen. Aber auch in Gesellschaft von Freunden und den vier Patenkindern, oder in der Zunft zum Weggen. Energie tanken kann er auch an gelegentlichen Spiel-Abenden, bei denen ihm sein breites Allgemeinwissen zu Gute kommt.

Alles in allem
Thomas Vogels Politik und Handeln ist geprägt von Fairness, Gradlinigkeit, Erfahrung, Sachkenntnis und Gerechtigkeitssinn. Das wissen weite Teile der Bevölkerung. Das wissen seine politischen Gegner. Das weiss seine Partei, und deshalb ist Thomas Vogels Bereitschaft, für den Regierungsrat zu kandidieren, ein Glücksfall für die FDP.

 

Beat Walti, Nationalrat